Nackenschmerzen

Nackenschmerzen sind nach Rückenschmerzen die zweithäufigste Ursache für Beschwerden am Bewegungsapparat. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Die meisten Beschwerden sind auf Verspannungen in den Muskeln und Faszien im Bereich der Halswirbelsäule und Schulter zurückzuführen.

Risikofaktoren für Nackenbeschwerden:

Schmerzen im Nacken kommen besonders bei Personen vor, die viel Zeit im Sitzen verbringen.

Ungünstige Körperhaltungen (oft am Arbeitsplatz) mit permanenter Überstreckung der

Halswirbelsäule (HWS) und Anspannung fördern Nackenschmerzen.

Das Heben schwerer Lasten oder Erschütterungen, lassen Nackenschmerzen entstehen.
Auch (kalte) Zugluft kann dafür sorgen, dass es zu einer Muskelverhärtung und Verkrampfung im Nacken kommt.

Mit HWS-Syndrom (Halswirbelsäulen-Syndrom) werden Nackenschmerzen beschrieben, deren Ursache in Funktionsstörungen oder degenerativen Veränderungen (Abnutzungserscheinungen) der Bandscheiben oder Facettengelenke liegt.  Oft sind Nackenschmerzen auch eine Ursache für Kopfschmerzen.

Bei Muskelverspannungen und verkürzten Faszien kommt es zu Schmerzen im Nacken und Hinterkopf, die bis in die Schultern und Arme ausstrahlen und sogar zu einem Taubheitsgefühl in den Fingern führen können. Oft kann bei Nackenschmerzen der Hals nur noch eingeschränkt beweget werden.
Nur sehr selten stecken schwerwiegende Erkrankungen hinter den Schmerzen im Nackenbereich.
Mögliche Erkrankungen sind Tumore, Entzündungen (z. B. Rheuma), Verletzungen (z. B. Schleudertrauma), Infektionen (z. B. Meningitis), Morbus Bechterew oder Osteoporose. Nackenschmerzen können zudem Teil der Symptome einer Fibromyalgie sein. Im Verlauf einer Fibromyalgie kommt es zu unterschiedlichsten Schmerzzuständen, die sich auch im Bereich des Nackens zeigen können.
Auch ein Magnesiummangel kann zu verspannten Muskeln im Nackenbereich führen.

Die Schulmedizin setzt häufig Schmerzmittel (z. B. Paracetamol), Muskelrelaxantien oder Injektionen ein, leider können diese Medikamente Nebenwirkungen haben. Auch Akupunktur, Massagen oder Wärmebehandlungen können helfen. Die Schlafposition sollte angeschaut werden, am schonendsten für den Nacken ist die Rückenlage ohne Kissen, an diese Position sollte man sich langsam herantasten, hier kann es am Anfang, wenn ansonsten die Seitenschläferposition bevorzugt wurde, zu Muskelkater kommen.
Wichtig aus naturheilkundlicher Sicht, ist es zu schauen wo mögliche Ursachen der Verspannung liegen. Zu viel Stress oder seelische Anspannung, sowie Ängste und Depressionen können Nackenbeschwerden auslösen.